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Ziele des Kinderhauses

Das Kinderhaus sieht sich als familienunterstützende und -ergänzende Einrichtung, d.h. im Vordergrund soll die Übernahme von Funktionen in Abstimmung mit der Lebensrealität der Familien stehen. Daraus ergibt sich die Einrichtung einer Ganztagesbetreuung mit einer starken und konsequenten Lebensfeldorientierung. Die pädagogischen Fachkräfte vor Ort beschäftigen sich intensiv mit der Lebenssituation der Kinder in ihren Herkunftsfamilien und ihrem Umfeld.

Unsere Pädagogik baut darauf auf, dass Kinder über Fähigkeiten und Möglichkeiten verfügen, die wir erkennen und aufgreifen. Dazu gehört es zum einen, die Kinder an der Gestaltung des Alltags in den Kinderhäusern zu beteiligen und ihnen selbstbestimmte Entscheidungen zu ermöglichen. Zum anderen beinhaltet dies auch, dass Kinder ihr Potenzial optimal ausschöpfen und eigenaktiv ihre Persönlichkeit ausbilden können, wenn ihnen vielfältige und anregende Möglichkeiten zur Verfügung gestellt werden. Das offene Kinderhauskonzept bietet damit den Kindern einen möglichst großen Freiraum für eigene Interessen und Entscheidungen. Es fördert so die Selbständigkeit und das Engagement der Kinder.

Von Seiten des Kinderhauses können die Nachteile des organisierten und inszenierten Kinderlebens in der modernen Gesellschaft nur verringert werden, wenn Kindern Raum für selbstgestaltetes Kinderleben und unbeaufsichtigtes Kinderspiel geschaffen, die Tendenz zur Verschulung reduziert, die Einrichtung als Ort der Begegnung geöffnet und in nachbarschaftliche Lebenszusammenhänge eingebunden wird.

Wichtigste Zielsetzung der pädagogischen Arbeit

Im Kinderhaus Technido wird nach dem offenen Kinderhauskonzept gearbeitet, das sich an folgenden Zielen orientiert:

  • Die Kinder sollen in der Entwicklung ihrer Selbständigkeit gefördert und unterstützt werden.
  • Das Kinderhaus bietet die Freiheit selbstbestimmtes, selbstverantwortliches und eigeninitiatives Verhalten einzuüben und zu erproben.
  • Die Kinder lernen Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen und werden dazu angehalten, Rücksicht auf die Interessen Anderer zu nehmen - der Freiraum der Kinder endet da, wo Andere beeinträchtigt werden.
  • Die Konfliktfähigkeit der Kinder wird unterstützt. Sie lernen Kritik offen aber behutsam zu äußern und mit ihr umzugehen sowie eigene Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln.
  • Körperlichkeit, aber auch Wut, Weinen genauso wie Lachen, wird als Ausdruck von Gefühlen unterstützt und gefördert; Körper und Gefühle werden akzeptiert.
  • Im täglichen Miteinander üben sich die Kinder in der Toleranz gegenüber Abweichendem.
  • Ein großer zeitlicher Raum für eigenes Spiel bietet die Chancen aus Leerlaufphasen Neues entstehen zu lassen. Die Kinder werden darin unterstützt mit Kreativität eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen.
  • Ein wichtiges Anliegen ist es uns, die Gemeinschaft durch Arbeit in kleinen Gruppen, im Alltag, bei Festen mit und ohne Eltern und durch Kontakte über das Kinderhaus hinaus zu fördern.
  • Die Kinder sollen darin gefördert werden, neugierig auch "Geschlechtsuntypisches" auszuprobieren und den Mut zu rollenuntypischem Verhalten zu finden.
  • Im Kinderhaus werden darüberhinaus wichtige Themen altersgemäß erarbeitet.
  • Den Erziehern ist ihre Vorbildfunktion gegenüber den Kindern bewußt, weswegen wir beständig reflektieren und auch an unseren eigenen Fähigkeiten und Verhalten arbeiten.