EingewöhnungsmodellAuf der Grundlage der Erkenntnisse der Bindungsforschung messen wir der Eingewöhnungsphase der Kinder im Rahmen des offenen Kinderhauskonzeptes eine hohe Bedeutung bei und gestalten diese entsprechend sorgfältig. Dabei ist eine enge Kooperation und große Unterstützung durch die Eltern unerläßlich. Theoretischer Hintergrund:Bindung ist die besondere Beziehung eines Kindes zu Eltern oder Personen, die es beständig betreuen. Die von intensiven Gefühlen begleitete Nähe zu ausgewählten Bezugspersonen herzustellen, ist ein eigenständiges, menschliches Grundbedürfnis. Nur das Vorhandensein dieser Bindungsperson, die die sogenannte "sichere Basis" darstellt, ermöglicht es dem Kind, sich offen und neugierig mit seiner Umwelt auseinanderzusetzen. Durch verlässliche, einfühlsame Unterstützung bei Kummer oder bedrohlichen Situationen erwirbt das Kind Selbstwertgefühl und das erforderliche Vertrauen in seine soziale Umgebung. Praktische Umsetzung:Der Aufbau eines Bindungssystems im Kinderhaus kann nur durch die Begleitung eines Elternteils oder einer anderen vertrauten Person erfolgreich sein. Diese Person fungiert solange als "sichere Basis", die das Kind für sein Wohlbefinden in der neuen Umgebung braucht, bis es die/den BezugserzieherIn als Vermittler eines Gefühls von Sicherheit, Vertrauen, Unterstützung und Trost akzeptiert. Die Kinder benötigen für den Aufbau einer solchen Beziehung normalerweise zwischen sechs bis vierzehn Tagen, im Einzelfall drei Wochen. Die individuelle Anpassung des Zeitrahmens findet in Absprache mit dem/der BezugserzieherIn statt. Die Eltern verpflichten sich daher, zwei Wochen einzuplanen, in denen sie
Eine gelungene Eingewöhnungsphase bietet eine solide Grundlage für ein vertrauensvolles Zusammensein im "Lebensraum Kinderhaus" über viele Jahre hinweg. | ||||